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Haarausfall in den Wechseljahren

21 Nov, 2022

Haarausfall in den Wechseljahren

Früher oder später kommt jede Frau in die Wechseljahre. Oft sind in dieser Phase des Lebens diverse Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen Alltag. Davon abgesehen gehört bei vielen Frauen auch Haarausfall zu den Symptomen. Welche Ursache das dünner werdende Haar hat und was dagegen hilft, erfährst du im Folgenden.


 

Das Wichtigste zu Haarausfall und Wechseljahren auf einen Blick 
 

  • Da der weibliche Körper in den Wechseljahren weniger Östrogen bildet, kommt es zu einem relativen Überschuss an Androgenen.
  • Bei Frauen mit entsprechender genetischer Veranlagung führen die hormonellen Veränderungen zu Haarausfall.
  • Frauen sollten sich möglichst zeitnah ärztlich beraten lassen, wenn sie in den Wechseljahren an Haarausfall leiden.
  • Unter Umständen ist eine Hormontherapie erforderlich, um den Haarverlust in der Perimenopause in den Griff zu bekommen.
  • Da Hormonpräparate Nebenwirkungen haben können, sollte die Einnahme wohlüberlegt und mit der Frauenärztin abgesprochen sein.

Periodenunterwäsche

Hormonumstellung in den Wechseljahren


 

Meist beginnen die Wechseljahre bei Frauen ungefähr mit Mitte 40. Der Körper bildet immer weniger Geschlechtshormone wie Östrogen. Der Eisprung kann des Öfteren ausbleiben und die Fruchtbarkeit lässt nach.


 

Es kommt zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus. Die Periode kommt zunächst häufiger und dann immer seltener. Außerdem sind viele Frauen in den Wechseljahren von Zwischenblutungen betroffen.


 

Weitere für die Perimenopause typische Symptome sind zum Beispiel:  
 

  • Blasenschwäche
  • Scheidentrockenheit
  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen

Haarausfall in den Wechseljahren


 

Neben den genannten Menopause-Symptomen kann in den Wechseljahren unter anderem auch Haarausfall auftreten. Tatsächlich kommt das sogar recht häufig vor. Schätzungen zufolge sind immerhin rund 30 Prozent aller Frauen davon betroffen.Periodenslip


 

Wie für die anderen mit den Wechseljahren einhergehenden Beschwerden sind für den Haarausfall Veränderungen im Hormonhaushalt verantwortlich. Der sinkende Östrogenspiegel führt dazu, dass das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen im Körper durcheinander gerät.


 

Dadurch entsteht ein relativer Östrogenmangel, beziehungsweise ein Überschuss an Androgenen (männliche Sexualhormone). Bei Frauen mit entsprechender genetischer Veranlagung sorgt das dann dafür, dass die Haarwurzeln verkümmern und die Haare schließlich ausfallen.


 

Wie macht sich der Haarausfall in den Wechseljahren bemerkbar?


Der Haarausfall beginnt in den Wechseljahren schleichend. Zunächst wird das Haar zum Beispiel im Bereich des Scheitels, des Haaransatzes an der Stirn oder auch an den Seiten dünner. Die Kopfhaut scheint zunehmend durch.


 

Irgendwann wachsen dann keine neuen Haare mehr nach und es entstehen kahle Stellen. Diese dürften von den meisten Frauen als äußerst störend empfunden werden. Zudem lässt sich der Haarausfall ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr rückgängig machen.


 

Warum leiden nicht alle Frauen in den Wechseljahren an Haarausfall?


Obwohl Haarausfall in der Perimenopause sehr weit verbreitet ist, sind längst nicht alle Frauen davon betroffen. Der Grund dafür ist, dass die Haarwurzeln nicht bei allen Frauen empfindlich auf die mit den Wechseljahren verbundenen Veränderungen im Hormonhaushalt reagieren.


 

Es kann also durchaus sein, dass du an Haarausfall leidest, während deine beste Freundin trotz Wechseljahren nach wie vor dichtes, glänzendes Haar hat. Darauf hast du leider keinen Einfluss. Im Zweifel bleibt dir deshalb nur, dich ärztlich beraten zu lassen, wenn du von Haarverlust betroffen bist.
 

Wie lässt sich Haarausfall in den Wechseljahren behandeln?


MenstruationsunterwäscheWenn Frauen in den Wechseljahren dünner werdendes Haar und Haarausfall bemerken, sollten sie sich zeitnah ärztlich beraten lassen. Es kann sein, dass sich dem Haarverlust nur mit Medikamenten entgegenwirken lässt.


 Eine Hormontherapie kann beispielsweise dafür sorgen, dass der relative Überschuss an Androgenen als Ursache für den Haarausfall in der Perimenopause behoben wird.


 

Darüber hinaus tragen die Hormonpräparate in den Wechseljahren auch dazu bei, weitere Beschwerden zu lindern. Für Frauen, die besonders stark unter den Menopause-Symptomen leiden, kann eine Hormontherapie daher durchaus sinnvoll sein.


 

Hormonpräparate haben Risiken


Die Einnahme von Hormonpräparaten ist nicht ohne Risiko. Sie kann diverse Nebenwirkungen verursachen und verschiedene Krankheiten begünstigen. Aus diesem Grund sollten Frauen das Für und Wider der Behandlung gemeinsam mit ihrer Gynäkologin abwägen und eine wohlüberlegte Entscheidung treffen.


 

Was können Frauen sonst noch gegen Haarausfall tun?


Ein Besuch bei der Gynäkologin ist bei Haarausfall in den Wechseljahren grundsätzlich zu empfehlen. Dennoch gibt es einiges, was du selbst für die Gesundheit deiner Haare tun kannst:


 

  • Stelle sicher, dass du jede Nacht mindestens sieben bis acht Stunden Schlaf bekommst.
  • Vermeide unnötigen Stress im Alltag und lerne, auf der Arbeit und im Privatleben auch mal nein zu sagen.
  • Nimm dir regelmäßig Zeit zum Entspannen, in der du zum Beispiel ein gutes Buch liest oder meditierst.
  • Trinke pro Tag zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee, um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten.
  • Achte auf eine ausgewogene Ernährung, die deinen Körper bedarfsgerecht mit Proteinen und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Fazit


 

Wie du siehst, ist Haarausfall in den Wechseljahren ein weitverbreitetes Problem, das vielen Frauen zu schaffen macht. Ob und wie der Haarverlust behandelt werden muss, lässt sich nicht pauschal sagen.


 

Möglicherweise reichen eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Stress schon aus, um dem Haarausfall entgegenzuwirken. Es kann aber durchaus auch sein, dass eine medikamentöse Behandlung notwendig ist und dir zum Beispiel nur eine Hormontherapie helfen kann, den Haarausfall in den Wechseljahren zu stoppen.