Unser Blog

Östrogenmangel: Ursachen, Symptome und Behandlung

27 Sep, 2022

Östrogenmangel: Ursachen, Symptome und Behandlung

Östrogen ist nicht nur das bekannteste weibliche Geschlechtshormon, sondern auch das wichtigste. Es hat im Körper zahlreiche Funktionen. Dementsprechend weitreichend sind die Auswirkungen eines Östrogenmangels. Welche Ursachen ein solcher Mangel haben kann und wie er sich behandeln lässt, erfährst du in diesem Artikel.

Das Wichtigste zum Östrogenmangel auf einen Blick

  • In vielen Fällen lässt sich der Östrogenmangel bei Frauen auf den Beginn der Wechseljahre zurückführen.
  • Bei jüngeren Frauen kann es zum Beispiel durch Fehlbildungen der Eierstöcke oder eine Gelbkörperschwäche zu einem Östrogenmangel kommen.
  • Mögliche Symptome eines Mangels an Östrogen sind unter anderem Zyklusstörungen, Hitzewallungen und Hautprobleme.
  • Bei Symptomen eines Östrogenmangels sollten sich Frauen zeitnah an ihre Gynäkologin wenden.
  • Unter Umständen kann zur Behandlung die Einnahme von Hormonen oder eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein.

Komplettset Periodenunterwäsche

Welche Aufgaben hat Östrogen im Körper?

Östrogen hat im weiblichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen. Das Hormon wird zum Beispiel für das Heranreifen der weiblichen Geschlechtsorgane sowie der Eizellen benötigt. Außerdem sorgt es unter anderem auch dafür, dass eine Schwangerschaft aufrechterhalten werden kann und die Schleimhäute feucht bleiben.

Der Östrogenspiegel ist nicht immer gleich. Er unterliegt von Natur aus gewissen Schwankungen. Der Östrogenspiegel verändert sich zum Beispiel im Verlauf des weiblichen Zyklus oder auch im Fall einer Schwangerschaft. Bis zu einem gewissen Grad sind diese Schwankungen völlig normal.

Ursachen: Wie kommt es zu einem Östrogenmangel?

Ein Östrogenmangel kann verschiedene Ursachen haben. Er entsteht, wenn die Funktion der Eierstöcke gestört ist und diese deshalb nicht mehr genug des Hormons bilden können. Meist liegt das ganz einfach am Alter. Kommen Frauen in die Wechseljahre, ist es ganz normal, dass die Funktion der Eierstöcke langsam nachlässt.

Allerdings kann es aus verschiedenen Gründen auch bei jüngeren Frauen zu einem Östrogenmangel kommen. Zu den möglichen Ursachen zählen zum Beispiel Fehlbildungen der Eierstöcke und Operationen, bei denen die Eierstöcke aufgrund einer Krankheit entfernt wurden.

Außerdem kann es bei jungen Frauen beispielsweise auch aufgrund einer Gelbkörperschwäche, einer Nebenniereninsuffizienz oder durch die Einnahme der Pille zu einem Östrogenmangel kommen.

Symptome: Wie äußert sich ein Östrogenmangel?

Die unzureichende Bildung von Östrogen kann sich bei betroffenen Frauen durch eine Reihe von Symptomen äußern.

Typische Symptome für einen Östrogenmangel sind zum Beispiel:

  • Zyklusstörungen
  • Schlafprobleme
  • Starkes Schwitzen und Hitzewallungen
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Trockene Haare und Haarausfall
  • Konzentrationsprobleme
  • Scheidentrockenheit

Diagnose eines Östrogenmangels

Wenn Symptome eines Östrogenmangels auftreten, sollten sich Frauen unbedingt an ihre Gynäkologin wenden. Die Frauenärztin kann den Östrogenspiegel messen und so überprüfen, ob er tatsächlich zu niedrig ist.

Zusätzlich können noch weitere Untersuchungen notwendig sein, um die für den Östrogenmangel verantwortliche Grunderkrankung zu diagnostizieren.

Wie lässt sich ein Östrogenmangel beheben?

Die Behebung eines leichten Östrogenmangels stellt im Normalfall kein Problem dar. Je nach Ursache reichen manchmal schon einfache Anpassungen des Lebensstils. Eine ausgewogene Ernährung und ein moderates Sportprogramm können dazu beitragen, den Östrogenspiegel zu normalisieren.

Periodenunterwäsche

Darüber hinaus können zum Beispiel auch folgende Behandlungsmaßnahmen sinnvoll sein:

  • Bei Bedarf können Vitamin D und Calcium als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
  • Mönchspfeffer soll ebenfalls dazu beitragen, den Hormonhaushalt und damit den Menstruationszyklus zu normalisieren.
  • Bei Symptomen wie Scheidentrockenheit kann die Gynäkologin gegebenenfalls östrogenhaltige Cremes verschreiben.
  • Wurde der Östrogenmangel durch die Pille verursacht, kann der Umstieg auf ein anderes Präparat sinnvoll sein.

Neben dem Östrogenmangel und den dadurch ausgelösten Beschwerden ist es natürlich erforderlich, auch die Ursache für den Mangel zu ermitteln und sie gegebenenfalls mit den richtigen Maßnahmen zu behandeln.

Östrogenmangel mit Hormonpräparaten behandeln

In vielen Fällen sind lokal angewendete Östrogenpräparate ausreichend. In bestimmten Situationen kann es allerdings sein, dass der Mangel durch die orale Einnahme von Hormonpräparaten oder mit einer Hormonersatztherapie behoben werden muss.

Das kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn es in den Wechseljahren durch den sinkenden Östrogenspiegel zu sehr starken Beschwerden kommt. Aufgrund der damit verbundenen Risiken sollte die Einnahme entsprechender Präparate aber vorab ausführlich mit der behandelnden Frauenärztin besprochen werden.