Unser Blog

Vaginaler Ausfluss: Wann ist er noch normal?

27 Sep, 2022

Vaginaler Ausfluss: Wann ist er noch normal?

Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, tritt zum ersten Mal vaginaler Ausfluss auf. Ab diesem Zeitpunkt gehört der Ausfluss bis zum Erreichen der Wechseljahre zum Alltag.

Ähnlich wie die Menge und Farbe des Menstruationsblutes kann sich auch der vaginale Ausfluss immer wieder ändern. Was dabei noch normal ist und ab wann der Ausfluss möglicherweise auf ein gesundheitliches Problem hindeuten kann, erklären wir dir im Folgenden.

Das Wichtigste zum Thema vaginaler Ausfluss auf einen Blick

  • Der vaginale Ausfluss sorgt bei Frauen unter anderem dafür, dass abgestorbene Zellen aus dem Körper ausgeschieden werden können.
  • Es ist normal, dass sich der Vaginalausfluss im Verlauf des Menstruationszyklus verändert.
  • Ungewöhnliche Veränderungen des Geruchs, der Farbe und der Konsistenz können auf gesundheitliche Probleme hindeuten.
  • Bei ungewöhnlichen Veränderungen des vaginalen Ausflusses sollten sich Frauen an ihre Gynäkologin wenden.
  • Die richtige Intimhygiene spielt bei der Vermeidung von Infektionen im Intimbereich eine wichtige Rolle.
  • Atmungsaktive Periodenunterwäsche eignet sich auch als praktischer Schutz bei vermehrtem vaginalem Ausfluss.

Periodenunterwäsche

Was ist Weißfluss?

Beim sogenannten Weißfluss handelt es sich um ein weißes, geruchloses Sekret, das bei uns Frauen jeden Tag aus der Vagina austritt. Der Weißfluss setzt vor der Pubertät ein und verschwindet erst in den Wechseljahren wieder.

Seine Menge und seine Konsistenz verändern sich im Verlauf des Zyklus. Während des Eisprungs ist er vergleichsweise dünnflüssig und seine Menge nimmt merklich zu. Das liegt an den Schwankungen des Östrogenspiegels. Unmittelbar vor sowie nach der Periode ist der Weißfluss hingegen eher zähflüssig.

Welche Aufgabe hat der Vaginalausfluss?

Der vaginale Ausfluss hat eine wichtige Funktion. Seine Aufgabe besteht darin, überflüssigen Schleim und abgestorbene Zellen aus der Vagina und der Gebärmutter abzutransportieren. Außerdem trägt er zum Beispiel auch zum Erhalt des sauren Milieus in der Scheide bei. Das ist wichtig, um dem Eindringen von Bakterien und anderen Krankheitserregern entgegenzuwirken.

Wie erkennt man normalen Ausfluss?

Normaler vaginaler Ausfluss hat eine dünn- bis zähflüssige Konsistenz. Je nach Zeitpunkt im Zyklus kann die Konsistenz variieren. Er ist entweder komplett geruchlos oder hat einen leichten Geruch, der bei gesunden Frauen allerdings nicht als unangenehm empfunden werden sollte.

Wie die Konsistenz kann sich auch die Menge des vaginalen Ausflusses je nach Phase deines Menstruationszyklus ändern. Außerdem produziert die Vagina bekanntlich auch bei sexueller Erregung vermehrt Flüssigkeit.

Vaginaler Ausfluss als Symptom einer Krankheit

Wenn Frauen bei sich ungewöhnliche Veränderungen am Geruch, der Farbe oder der Konsistenz des vaginalen Ausflusses bemerken, kann das auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen.

Das gilt zum Beispiel, wenn der Ausfluss plötzlich gelb, grün oder grau gefärbt ist. Auch ein fischiger Geruch oder eine klumpige Konsistenz können darauf hindeuten, dass mit dem vaginalen Ausfluss etwas nicht in Ordnung ist.

Welche Ursachen kann der veränderte Vaginalausfluss haben?

Wenn der vaginale Ausfluss nicht normal erscheint, kann das an zahlreichen unterschiedlichen Gründen liegen. Die möglichen Ursachen reichen von Fehlern bei der Intimpflege über hormonelle Verhütungsmethoden bis hin zu Krankheiten.

Häufige Gründe für ungewöhnliche Veränderungen des vaginalen Ausflusses sind zum Beispiel:

  • Bakterielle Vaginose
  • Infektionen mit Scheidenpilz
  • Geschlechtskrankheiten wie Tripper oder Chlamydien
  • Infektionen mit HPV oder Herpes simplex
  • Einnahme der Antibabypille
  • Antibiotika-Behandlungen
  • Schwangerschaften
  • Diabetes
  • Einsetzen der Wechseljahre

Darüber hinaus scheint auch die Ernährung einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Beschaffenheit des vaginalen Ausflusses zu haben. Allerdings ist in dieser Hinsicht vieles noch unklar. Der Wissenschaft steht somit noch einige Arbeit bevor, um genauere Erkenntnisse über die Bedeutung der Ernährung für den vaginalen Ausfluss bei Frauen zu gewinnen.

Wann ist der vaginale Ausfluss ein Fall für den Arzt?

Da Veränderungen des vaginalen Ausflusses ein Symptom einer Krankheit sein können, ist es wichtig, dass Frauen wissen, wie der Ausfluss bei ihnen normalerweise aussieht. Auf diese Weise können sie ungewöhnliche Veränderungen zeitnah bemerken und bei Bedarf ihre Frauenärztin aufsuchen.

Ein Termin bei der Gynäkologin ist insbesondere in folgenden Situationen dringend zu empfehlen:

  • Fischiger Geruch oder andere Auffälligkeiten beim Geruch
  • Ungewöhnliche Veränderungen der Farbe
  • Eiter im Ausfluss
  • Eine klumpige oder krümelige Konsistenz des Ausflusses
  • Veränderungen der Ausflussmenge
  • Juckreiz und Brennen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Sex
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Auftreten weiterer Krankheitssymptome wie Fieber

Außerdem sollten sich Frauen nach der Menopause immer an ihre Gynäkologin wenden, wenn bei ihnen auf einmal vaginaler Ausfluss auftritt.

Diagnose der Ursache für die Veränderungen

Um die richtigen Behandlungsmaßnahmen ergreifen zu können, muss die Frauenärztin zunächst einmal die Ursache der Veränderungen des vaginalen Ausflusses ermitteln.

Neben einem Anamnesegespräch und allgemeinen gynäkologischen Untersuchungen kann zu diesem Zweck unter anderem auch ein Abstrich aus der Vagina erforderlich sein.

Wie wird der ungewöhnliche vaginale Ausfluss behandelt?

Welche Behandlungsmaßnahmen aufgrund der Veränderungen des vaginalen Ausflusses erforderlich sind, hängt natürlich vom genauen Auslöser ab. Eine bakterielle Vaginose wird zum Beispiel mit Antibiotika behandelt.

Eine Scheidenpilzinfektion erfordert hingegen die Behandlung mit Antimykotika. Bei einer Erkrankung an Diabetes kann wiederum die Gabe von Insulin notwendig sein.

Hausmittel gegen Infektionen der Vagina

Es gibt eine ganze Reihe von Hausmitteln, die bei Infektionen im Intimbereich wie einer bakteriellen Vaginose helfen sollen. Allerdings ist die Wirkung solcher Alternativen in der Regel fragwürdig und konnte bislang noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Wenn es bei dir zu krankheitsbedingten Veränderungen des vaginalen Ausflusses kommt, solltest du dich daher in jedem Fall an die Empfehlungen deiner Frauenärztin halten, anstatt mit vermeintlich sinnvollen Hausmitteln zu experimentieren. Denn im schlimmsten Fall kannst du die Beschwerden auf diese Weise sogar noch verstärken.

Wie lässt sich Veränderungen des vaginalen Ausflusses vorbeugen?

In Anbetracht der zahlreichen möglichen Ursachen dürfte es sich von selbst verstehen, dass sich Krankheiten und damit verbundene Veränderungen des vaginalen Ausflusses nicht vollständig verhindern lassen.

Dennoch gibt es einiges, was Frauen tun können, um die Gesundheit ihres Intimbereichs zu unterstützen und möglichen Problemen wie Infektionen vorzubeugen.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang unter anderem folgende Maßnahmen:Periodenunterwäsche

  • Bei der Intimhygiene sollten Frauen auf ungeeignete Pflegeprodukte sowie Scheidenspülungen verzichten. Klares Wasser oder ein pH-neutrales Duschgel sind für die Reinigung des Intimbereichs völlig ausreichend.
  • Um eine Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern, sind Kondome das Mittel der Wahl. Ihre Nutzung kann zudem auch das Risiko für ein Erkranken an bakterieller Vaginose reduzieren.
  • Beim Abwischen ist es sehr wichtig, dass Frauen darauf achten, immer von vorne nach hinten zu wischen. Andernfalls besteht das Risiko, dass Bakterien vom Darm in die Vagina gelangen und dort Infektionen verursachen können.
  • Unterwäsche aus Baumwolle ist atmungsaktiv. Das macht sie im Vergleich zu Höschen aus synthetischen Stoffen nicht nur angenehmer zu tragen. Es erschwert darüber hinaus auch die Vermehrung von Krankheitserregern im Intimbereich.

Periodenunterwäsche statt Tampons

Nach wie vor setzen viele Frauen während ihrer Periode ganz klassisch auf Tampons. Gerade wenn vaginaler Ausfluss häufiger auftritt, kann es sich jedoch lohnen, stattdessen Menstruationsunterwäsche zu verwenden.

Die praktischen Slips funktionieren ähnlich wie eine Binde. Sie sind mit einem saugfähigen Membransystem aus mehreren Schichten Stoff ausgestattet. Dieses saugt das Menstruationsblut zuverlässig auf. Hat der Periodenslip seine maximale Saugfähigkeit erreicht, kann er ganz einfach gegen eine frisches Höschen ausgetauscht und in der Waschmaschine gewaschen werden.

Kennst du schon Weekiss?

Wenn du dich selbst von den Vorteilen von Periodenunterwäsche überzeugen möchtest, bist du bei uns genau richtig. In unserem Shop findest du eine Auswahl an hochwertigen Periodenslips aus zertifizierter Bio-Baumwolle.

Die Menstruationsunterwäsche von Weekiss ist komfortabel, atmungsaktiv und nachhaltig. Selbstverständlich eignen sich unsere Peridenslips nicht nur als zuverlässiger Schutz während der Menstruation, sondern zum Beispiel auch, um bei vermehrtem Vaginalausfluss im Alltag für ein angenehm trockenes Gefühl zu sorgen.